Tarifvertrag länder krankheit

Die Unterschiede zwischen den OECD-Ländern in der Arbeitgeberorganisationsdichte spiegeln zum Teil diejenigen in der Gewerkschaftsdichte wider, wenn auch nicht perfekt (die Korrelation zwischen Gewerkschaftsdichte und Arbeitgeberorganisationsdichte beträgt 0,55; siehe Anhang 4.A1): In Österreich, Finnland, Schweden oder Belgien weisen sowohl Gewerkschafts- als auch Arbeitgeberorganisationen hohe Raten auf, während in mittel- und osteuropäischen Ländern, Korea oder der Türkei beide Mitgliedschaftsquoten niedrig sind. Auf der Grundlage der Zahl der erfassten Arbeitnehmer verbindet Dänemark jedoch eine der höchsten Gewerkschaftsdichten unter den OECD-Ländern mit einer durchschnittlichen Arbeitgeberorganisationsdichte; und Frankreich hat eine hohe Arbeitgeberorganisationsdichte zusammen mit einer der niedrigsten Gewerkschaftsdichten unter den OECD-Ländern. Quelle: OECD-Berechnungen auf der Grundlage der dritten Eurofound European Company Survey (ECS 2013) für alle europäischen Länder außer Norwegen und der Schweiz, die Structure of Earnings Survey 2014 (SES 2014) für Norwegen und die Schweiz, die Datenbank für Arbeitsverträge für Australien, Verwaltungsdaten des Arbeitsministeriums des Ministeriums für Arbeit für Chile und Verhandlungstrends und Arbeitsrecht Update 2015/2016 für Neuseeland und OECD Fragebögen für Kolumbien, Costa Rica, Japan, Korea, Mexiko und die Vereinigten Staaten. Arbeitgeber, Unternehmen und Arbeitgeberorganisationen sind die anderen Hauptakteure der Tarifverhandlungen, aber viel weniger ist über ihre Mitgliedschaft und Repräsentativität in den OECD- und Beitrittsländern bekannt. Insbesondere die Repräsentativität ist sehr schwer zu beurteilen: Offizielle und aktuelle Statistiken über die Zahl der erfassten Arbeitnehmer, im Unterschied zur Zahl der verbundenen Unternehmen, sind sehr begrenzt und partiell und basieren häufig nur auf selbst gemeldeten Daten. Weitere Schwierigkeiten bei der genauen Beurteilung ergeben sich auch aus der Möglichkeit für Unternehmen, mehreren Arbeitgeberverbänden anzugehören. Anhand der verfügbaren Informationen zeigt Abbildung 4.4 den Anteil der Arbeitnehmer im privaten Sektor, die in Unternehmen tätig sind, die einer Arbeitgeberorganisation angeschlossen sind. Im Durchschnitt liegt die Dichte der Arbeitgeberorganisationen in den 26 OECD-Ländern, für die Daten vorliegen, bei 51 %. Wie die Gewerkschaftsdichte ist auch die Dichte der Arbeitgeberorganisationen in den OECD- und Beitrittsländern sehr unterschiedlich: Sie ist in den mittel- und osteuropäischen Ländern, Korea und der Türkei sehr gering, in den Niederlanden, Schweden, Belgien und Luxemburg dagegen bis zu etwa 80 % (und in Österreich bei 100 % aufgrund der Zwangszugehörigkeit aller Unternehmen). In den meisten OECD-Ländern außerhalb Europas vertreten Arbeitgeberverbände die Interessen der Wirtschaft (d. h. Lobby und Stimme), verhandeln aber keine Tarifverträge, wobei die meisten, wenn nicht alle Verhandlungen auf Unternehmensebene stattfinden. Nr.

11. Die Freistellung steht unter dem Vorbehalt, dass eine Vereinbarung auf Unternehmensebene mit einer Gewerkschaft geschlossen wurde. Tarifverträge sind oft allgemein anwendbar.